In der Essener Innenstadt ist es am Samstag zu einer Demonstration der rechtsextremen Gruppierung „JS NRW“ gekommen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um den Aufmarsch abzusichern und Zusammenstöße mit Gegendemonstranten zu verhindern. Mehrfach versuchten Aktivisten aus dem linken Spektrum, den Demonstrationszug zu blockieren.








Während der Kundgebung skandierten Teilnehmer Parolen mit offen fremdenfeindlichem Inhalt. Die Polizei untersagte unter anderem die Parole „Deutschland den Deutschen… Ausländer stop!“, da sie gegen die öffentliche Ordnung verstoße.




Laut Beobachtern wurden in den Reden während der Demonstration gängige Narrative der rechtsextremen Szene verbreitet. So forderten Redner unter anderem, Staatsbürgerschaften zu entziehen und „Massenabschiebungen“ vorzunehmen. Der Anmelder der Demonstration begründete den Protest mit der Behauptung, dass „Migranten vor den Deutschen Wohnraum zugesprochen“ bekämen.
Zusätzlich erhielt die „JS NRW“ offenbar Unterstützung aus etablierten rechten Netzwerken. Auch Mitglieder der rechtsextremen Gruppierung „Deutsche Störtrupp“ (DST) sollen anwesend gewesen sein. Die bundesweit aktive Organisation tritt insbesondere mit Protestaktionen gegen Veranstaltungen wie den Christopher Street Day (CSD) in Erscheinung.






Im Vorfeld hatte „JS NRW“ auf Instagram angekündigt, nicht mit der Presse zu sprechen. Ein Sprecher der Gruppierung erklärte dennoch vor Ort, dass weitere Kundgebungen in mehreren nordrhein-westfälischen Städten geplant seien. Die Polizei äußerte sich bislang nicht zu möglichen strafrechtlichen Konsequenzen im Zusammenhang mit der Demonstration.