Kurz vor dem Jahreswechsel ist es in Düsseldorf-Rath zu einem schweren Gewaltverbrechen gekommen. Am Silvesternachmittag wurde eine 49-jährige Frau in ihrer Wohnung lebensgefährlich verletzt. Unter dringendem Tatverdacht steht ihr 16 Jahre alter Sohn, der noch am Einsatzort von der Polizei festgenommen wurde. Eine Mordkommission ermittelt.

Gegen 16 Uhr hatte sich ein Zeuge über den Notruf bei der Leitstelle der Polizei Düsseldorf gemeldet. Er gab an, dass es in einer Wohnung am Rather Kreuzweg zu einer mutmaßlichen körperlichen Auseinandersetzung gekommen sei. Daraufhin rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zu einem Großeinsatz aus. Die Straße wurde weiträumig abgesperrt, zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort.

In der Wohnung fanden die Beamten die 49-jährige Bewohnerin mit lebensgefährlichen Verletzungen vor. Sie wurde noch am Tatort notärztlich versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schwebt die Frau weiterhin in akuter Lebensgefahr, ihr Zustand gilt als äußerst kritisch.

Am Tatort nahmen die Einsatzkräfte einen 16-jährigen Jugendlichen fest. Wie Staatsanwalt Murat Ayilmaz am Neujahrsmorgen bestätigte, handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den Sohn der verletzten Frau. Hinweise aus den bisherigen Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Jugendliche seine Mutter gewürgt haben könnte. Weitere Details zum Tatgeschehen nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Mit Blick auf das Alter des Beschuldigten sowie die angespannte Situation innerhalb der Familie äußerten sich die Ermittler zurückhaltend. Die Aufklärung des genauen Ablaufs dauere an.

Spezialisten der kriminaltechnischen Untersuchungsstelle sicherten bis in die Abendstunden Spuren in der Wohnung. Zudem befragte die Polizei Anwohner und mögliche Zeugen. Der Tatort blieb über mehrere Stunden abgesperrt.

Die Mordkommission der Polizei Düsseldorf und die Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen. Der 16-Jährige wurde vorläufig festgenommen und soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft voraussichtlich noch am Neujahrstag einem Haftrichter vorgeführt werden, der über die Anordnung von Untersuchungshaft entscheidet.

Von Matthi

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