NRW-Innenminister Herbert Reul hat am Samstagnachmittag das Parookaville-Festival in Weeze besucht. Im Mittelpunkt seines Besuchs standen zunächst die Sicherheits- und Rettungskräfte, die das Festival mit mehreren hunderttausend Besuchern absichern. Anschließend mischte sich der CDU-Politiker unter die Festivalgäste, sprach mit zahlreichen Besuchern, machte Selfies und ließ sich zum offiziellen Bürger der fiktiven Festivalstadt Parookaville ernennen.
Der Rundgang begann mit einem Einblick in die Arbeit der Sicherheitsbehörden. Reul nahm an einer Sitzung des Katastrophenmanagementteams teil, in dem Veranstalter und Behörden die aktuelle Lage auf dem Festivalgelände bewerten und koordinieren. Außerdem besuchte er Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten sowie ehrenamtlichen Hilfsorganisationen.
Besonders beeindruckt zeigte sich der Innenminister vom Engagement der vielen Freiwilligen. Im Gespräch mit den Medien sagte Reul: „Ich finde es sensationell schön, interessant und vor allen Dingen beeindruckend. Beeindruckend von dem, was man hier macht und angeboten kriegt. Aber beeindruckend auch von den Menschen, die sich hier engagieren.“
Vor allem die Bedeutung des Ehrenamts hob der Minister hervor. „Ich glaube schon, dass die Frage von Ehrenamtlichen ganz elementar ist. Wenn es die Ehrenamtlichen nicht gäbe, kriegen wir es gar nicht hin. 90 Prozent der Leute im Katastrophenschutz sind Ehrenamtler“, erklärte Reul. Zuvor hatte er unter anderem ein Camp mit rund 900 Johanniter-Helfern besucht, die während des Festivals im Einsatz sind.
Nach dem offiziellen Teil nutzte Reul die Gelegenheit, das Festival aus Sicht der Besucher kennenzulernen. Gemeinsam mit Festivalgründer Bernd Dicks schlenderte er über das Gelände, kam mit zahlreichen Gästen ins Gespräch und posierte für viele Erinnerungsfotos. Immer wieder wurde der Minister von Festivalbesuchern erkannt und angesprochen. Auch für ein Stück Pizza und ein Getränk nahm er sich Zeit.
In der Town Hall erhielt Reul den traditionellen Parookaville-Pass samt Stempel und wurde damit offiziell zum „Citizen“ der Festivalstadt. Außerdem besuchte er verschiedene Bereiche des Geländes, darunter die Church sowie Stationen der DLRG.
Auf die musikalische Ausrichtung des Festivals angesprochen, verriet Reul mit einem Augenzwinkern, dass elektronische Musik eigentlich nicht sein bevorzugtes Genre sei. „Ich bin Jazzfreund, hab auch selber ein paar Mal Musik gemacht“, sagte der Innenminister.
Auch politische Themen kamen während des Besuchs zur Sprache. Mit Blick auf die Finanzierung von Polizeieinsätzen bei Fußballspielen bekräftigte Reul seine Haltung, dass Vereine stärker in die Verantwortung genommen werden sollten. Veranstalter müssten dort, wo sie Geld verdienen, auch selbst für Ordnung sorgen. Die Polizei solle vor allem dann eingreifen, wenn eine Gefahrenlage entstehe.
Zum Abschluss seines Besuchs zog der Minister ein positives Fazit und kündigte an, den Festivalbesuch noch etwas genießen zu wollen: „Ich geh jetzt noch ein bisschen rum und genieß das etwas.“ Für viele Besucher war der Politiker dabei ein gefragter Gesprächspartner. Ein Festivalgast sagte zu ihm: „Ich finde das eine sehr erfrischende Art und Weise. Wenn mehr Politiker so wären wie Sie, würde das den einen oder anderen mehr abholen.“


















