Wuppertal | Feuerwehr testet neue Taktik bei Großübung im Burgholztunnel

Ein brennendes Auto, Verletzte und eine vermisste Person: Die Feuerwehr Wuppertal hat am Mittwochabend einen Tunnelbrand unter möglichst realistischen Bedingungen geübt. Im Mittelpunkt stand eine neue Einsatztaktik, die sich in der Praxis bewähren sollte. Das Fazit fiel positiv aus.

Die Feuerwehr Wuppertal hat am Mittwochabend (14. Oktober) einen Brandeinsatz im Tunnel Burgholz geübt. Bei der groß angelegten Übung wurde ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Autos simuliert, von denen eines in Brand geraten war. Zwei Personen galten als verletzt, eine weitere Person war durch die Tunnelröhre geflüchtet und musste gesucht werden.

Der Tunnel Burgholz ist mit rund 1800 Metern der längste Straßentunnel Nordrhein-Westfalens. Einsätze in solchen Bauwerken stellen die Feuerwehr vor besondere Herausforderungen. Starke Rauchentwicklung, eingeschränkte Fluchtmöglichkeiten und die schwierigen Bedingungen bei der Brandbekämpfung erfordern abgestimmte Abläufe.

Ein Schwerpunkt der Übung war die praktische Erprobung einer neuen Taktik für Schadensereignisse in Tunneln. Die Feuerwehr wollte überprüfen, ob sich das Konzept unter realistischen Einsatzbedingungen umsetzen lässt. Gleichzeitig standen die Kommunikation und die Koordination zwischen den beteiligten Akteuren auf dem Prüfstand. Besonders wichtig war dabei die Zusammenarbeit mit der Tunnelleitzentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW.

Rund 200 Feuerwehrleute beteiligt

Direkt im Tunnel waren 68 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal aktiv. Während der Übung wurden außerdem die Wachen der Berufsfeuerwehr nachbesetzt. Diese Aufgabe übernahmen überwiegend Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Insgesamt waren dadurch rund 200 Feuerwehrleute beteiligt. Die Nachbesetzung der Wachen sollte sicherstellen, dass der Schutz der Bevölkerung auch während der laufenden Übung gewährleistet blieb.

Feuerwehr zieht positives Fazit

Nach Abschluss der Übung zog die Feuerwehr Wuppertal eine positive Bilanz. Die neue Einsatztaktik habe sich auch in der praktischen Anwendung bewährt. Nahezu alle Abläufe seien wie geplant verlaufen. Lediglich bei der Alarmierung trat ein kleiner Fehler auf. Dieser konnte bereits während der Übung behoben werden, sodass er nach Angaben der Feuerwehr bei einem tatsächlichen Einsatz künftig vermieden werden soll. Für die Großübung war der Burgholztunnel am Mittwoch von 18 Uhr bis 22.30 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Auch der Zubringer von der A46 zum Burgholz- und Kiesbergtunnel war von der Sperrung betroffen.

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