Ein mutmaßlicher Amok-Alarm hat am Mittwochvormittag (16. September) einen größeren Polizeieinsatz am Berufskolleg Niederberg in Velbert ausgelöst. Ein Schüler soll zuvor in einem Chat massive Drohungen gegen mehrere Mitschüler ausgesprochen haben. Die Polizei rückte mit zahlreichen Einsatzkräften an und nahm den 21-Jährigen wenig später an seiner Wohnanschrift in Gewahrsam. Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass offenbar keine tatsächliche Bedrohungslage bestand.
Gegen 9.45 Uhr informierte die Schulleitung die Polizei über eine mutmaßliche Amok-Androhung. Daraufhin machten sich zahlreiche Polizeikräfte auf den Weg zum Berufskolleg. Während die Beamten vor Ort Präsenz zeigten und nach dem Aufenthaltsort des 21-Jährigen suchten, leitete die Schule eigenständig die für eine solche Gefahrenlage vorgesehenen Erstmaßnahmen ein.
Der Schüler war am Mittwoch nicht zum Unterricht erschienen. Gegen 11.45 Uhr konnten Polizeikräfte ihn schließlich an seiner Wohnanschrift in Velbert antreffen. Er ließ sich widerstandslos in Gewahrsam nehmen und wurde zunächst zur Polizeiwache gebracht. Auch die Wohnung wurde durchsucht.
Im Zuge der anschließenden Ermittlungen ergaben sich allerdings keine Hinweise auf eine konkrete Anschlagsplanung. Nach Angaben der Polizei hatte es die zunächst vermuteten Drohungen in dem Chat offenbar nicht gegeben. Auch ein geplanter Angriff auf Mitschüler oder eine Amoktat ließ sich nicht erhärten.
Die Polizei stellte abschließend klar, dass zu keiner Zeit eine unmittelbare Gefahr für Schüler oder Lehrkräfte bestanden habe. Zu einer Evakuierung der Schule kam es nicht. Die Schülerinnen und Schüler waren zunächst in ihren Klassenräumen geblieben.
Der umfangreiche Polizeieinsatz konnte nach der Klärung des Sachverhalts beendet werden.







