Ein leuchtendes Objekt, begleitet von einer spiralförmigen Wolke, hat am Montagabend für Verunsicherung und Spekulationen gesorgt. Zahlreiche Menschen in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien meldeten gegen 21 Uhr ungewöhnliche Erscheinungen am Himmel. Doch die Erklärung ist weniger spektakulär, als viele zunächst vermuteten: Dahinter steckt eine Raketenmission von SpaceX.

Das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen von Elon Musk hatte am frühen Abend deutscher Zeit eine Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien aus gestartet. Die Mission diente dem Transport dutzender Satelliten in den Orbit.

Während die erste Raketenstufe routinemäßig zur Erde zurückkehrte, flog die zweite Stufe weiter ins All – und sorgte schließlich für das leuchtende Spektakel. Beim kontrollierten Absturz in der oberen Erdatmosphäre geriet sie in eine taumelnde Spirale, die sich am Himmel als leuchtendes Muster abzeichnete.

Solche Himmelsphänomene sind bei Raketenstarts keine Seltenheit, doch in Mitteleuropa sind sie vergleichsweise selten zu beobachten. Bereits in der Vergangenheit hatten SpaceX-Missionen für ähnliche Sichtungen gesorgt – insbesondere dann, wenn sich die reflektierenden Treibstoffreste der Raketenstufe in großer Höhe verteilen.

In den sozialen Netzwerken kursierten kurz nach den Sichtungen bereits zahlreiche Theorien – von Ufos bis hin zu meteorologischen Anomalien. Doch Experten geben Entwarnung: Das Phänomen ist bekannt und technisch erklärbar.

SpaceX treibt mit seinen regelmäßigen Raketenstarts den Ausbau seines Satellitennetzwerks Starlink sowie anderer Raumfahrtprojekte voran. Mit dem jüngsten Start setzt das Unternehmen seine ehrgeizige Expansion fort – auch wenn dies am Boden für kurze Verwirrung sorgen kann.

Von Sebastian