Am Samstag zogen rund 600 Demonstranten unter dem Motto „Gemeinsam für Deutschland“ durch die Düsseldorfer Innenstadt. Begleitet wurde der Aufzug von 26 motorisierten Fahrzeugen. Die Demonstration, die am DGB-Haus startete und am Schadowplatz endete, wurde von mehreren Gegenprotesten aus dem linken Spektrum begleitet.

Auf der Königsallee kam es zu einer Blockade durch die „antifaschistische“ Jugend, die den Demonstrationszug kurzzeitig stoppte. Die Polizei schritt ein, löste die Sitzblockade auf und stellte die Personalien der Beteiligten fest. Dabei kam es zu kurzen Handgemengen zwischen den Beamten und Blockierern.

Die Polizei Düsseldorf bestätigte, dass während der Versammlung mehrere Strafanzeigen gestellt wurden, unter anderem wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und Volksverhetzung. Zudem waren bekannte Rechtsextreme unter den Demonstranten. Neben Mitgliedern der neu gegründeten Gruppierung „JS NRW“ beteiligten sich auch Anhänger der aufgelösten „Bruderschaft Deutschland“ an dem Protest.

Die Demonstranten skandierten mehrfach Parolen wie „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen.“ Ein Teilnehmer rief während der Sammelphase am DGB-Haus lautstark „Adolf Hitler war der Beste.“

Die Polizei hatte sich auf ein erhöhtes Einsatzaufkommen vorbereitet, um mögliche Ausschreitungen zu verhindern.

Von Sebastian