Nach einer blutigen Auseinandersetzung auf offener Straße ermittelt die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft gemeinsam mit einer Mordkommission wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Ein 40-jähriger Mann erlitt durch mehrere Messerstiche schwerste Verletzungen. Der mutmaßliche Täter, ein 48-Jähriger, wurde noch in Tatortnähe festgenommen.

Es waren dramatische Szenen, die sich am späten Mittwochabend auf der Scheurenstraße in Düsseldorf-Friedrichstadt abspielten. Anwohner berichteten von lauten Schreien, ehe Dutzende Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst in der sonst eher ruhigen Wohngegend eintrafen.

Nach ersten Erkenntnissen soll ein Streit zwischen zwei Männern eskaliert sein, der schließlich in einer Messerattacke gipfelte. Der 40-jährige Geschädigte erlitt dabei mehrere Stichverletzungen, die ihn in akute Lebensgefahr brachten. Vier weitere Männer, die offenbar versuchten, in das Geschehen einzugreifen, wurden leicht verletzt.

Kurz nach der Tat rückten mehr als ein Dutzend Streifenwagen aus, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Einsatzkräfte der Polizei konnten den 48-jährigen Tatverdächtigen unweit des Tatorts stellen und festnehmen. Er wurde anschließend für weitere Ermittlungen in Gewahrsam genommen.

Während der Schwerverletzte und die weiteren Beteiligten in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden, sperrten die Beamten den Tatort weiträumig ab. Spezialisten der Kriminalwache sicherten Spuren, während die Ermittlungen zur genauen Tatursache auf Hochtouren liefen.

Nach ersten Informationen geht die Polizei derzeit von einem Streit im privaten Umfeld aus, der in der gewaltsamen Eskalation mündete. Ob es sich bei dem mutmaßlichen Täter und dem Opfer um Bekannte oder Verwandte handelt, blieb zunächst unklar.

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hat inzwischen eine Mordkommission eingesetzt, die nun die genauen Hintergründe der Tat aufarbeiten soll. Ob gegen den Tatverdächtigen Untersuchungshaft beantragt wird, könnte sich bereits in den kommenden Tagen entscheiden.

Von Sebastian