Ein Unfall mit mehreren Kanus, zahlreiche Verletzte im Wasser, ein Großaufgebot an Rettungskräften: Am Samstag probten Feuerwehr, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen in Hattingen den Ernstfall. Die realitätsnahe Übung auf der Ruhr diente nicht nur der Abschlussprüfung neuer Gruppenführer im Rettungsdienst, sondern auch der Erprobung eines Einsatzkonzepts für Großschadenslagen.





„Hintergrund der Übung ist eine Prüfung für unsere neuen Gruppenführer im Rettungsdienst sowie das Einsatzkonzept für den Massenanfall an Verletzten in der Realität zu üben“, erklärte Jens Herkströter, Pressesprecher der Feuerwehr Hattingen.








Beteiligt waren neben der Feuerwehr Hattingen und dem Rettungsdienst auch das Technische Hilfswerk (THW) sowie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Auch der Einsatzleitwagen des Ennepe-Ruhr-Kreises war vor Ort. Insgesamt waren mehr als 200 Einsatzkräfte im Einsatz, um die Rettung von Personen aus dem Wasser, die medizinische Erstversorgung und den koordinierten Transport in umliegende Krankenhäuser zu trainieren.




Um ein möglichst realistisches Szenario zu schaffen, wurden zahlreiche Verletztendarsteller geschminkt und mit unterschiedlichen Verletzungsmustern versehen. Rettungsschwimmer der DLRG übernahmen die Bergung aus dem Wasser, während die Feuerwehr und der Rettungsdienst die medizinische Versorgung sicherstellten.
Die spektakuläre Übung blieb nicht unbemerkt: Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Geschehen vom Ufer aus. „Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Professionalität die Einsatzkräfte vorgehen“, sagte ein Beobachter.