Die Zahl der Messerangriffe in Deutschland bleibt auf alarmierend hohem Niveau. Wie der Nachrichtensender WELT berichtet, kommt es täglich zu rund 75 Messerdelikten. Sicherheitsbehörden reagieren zunehmend mit verstärkten Kontrollen und der Einrichtung von Messerverbotszonen – doch die Gewalt bleibt eine Herausforderung.
Am Wochenende führte die Polizei in Wuppertal eine großangelegte Kontrollaktion in der Innenstadt durch. Hintergrund waren mehrere gewalttätige Auseinandersetzungen innerhalb weniger Tage, bei denen Messer zum Einsatz kamen und mehrere Menschen teils schwer verletzt wurden. Bei den Kontrollen wurden zahlreiche Personen überprüft, mehrere verbotene Messer sichergestellt und mehrere Verdächtige festgenommen.
Die Gewalt mit Stichwaffen macht auch vor der Landeshauptstadt Düsseldorf nicht halt. Am Donnerstag wurde ein 40-jähriger Mann auf offener Straße mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, die Ermittlungen laufen.
Solche Vorfälle sind keine Einzelfälle. In vielen deutschen Großstädten nehmen Messerattacken zu. Experten sehen verschiedene Ursachen: eine zunehmende Verrohung, fehlende soziale Kontrolle und die immer leichtere Verfügbarkeit von Stichwaffen.
Um die Lage in den Griff zu bekommen, setzen Städte zunehmend auf Messerverbotszonen, etwa an Bahnhöfen oder in Innenstadtbereichen mit hoher Kriminalitätsbelastung. Doch Kritiker zweifeln an der Wirksamkeit. „Ein Krimineller lässt sich von einem Verbotsschild nicht abschrecken“, sagt ein Sicherheitsexperte.
Fakt ist: Die Polizei steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Auch wenn Kontrollen Erfolge zeigen – ein nachhaltiger Rückgang der Messerkriminalität ist bislang nicht in Sicht.