Am Samstag wird die rechtsextreme Gruppierung „JS NRW“ eine Kundgebung am Essener Hauptbahnhof abhalten. Laut Polizei wurde die Versammlung von einer Privatperson angemeldet und steht unter dem Motto „Für mehr deutschen Wohnraum – sofortige Remigration“. Erwartet werden rund 100 Teilnehmer.
Parallel dazu sind mehrere Gegenversammlungen mit erwarteten Teilnehmerzahlen im vierstelligen Bereich angemeldet. Zahlreiche Initiativen aus Nordrhein-Westfalen haben zu Protesten aufgerufen.
Polizei mit Großaufgebot vor Ort
Die Polizei Essen kündigte einen umfangreichen Einsatz an, um einen friedlichen Verlauf der Demonstrationen zu gewährleisten. „Wir gehen von einem friedlichen Verlauf der Versammlungen aus“, erklärte die Pressestelle. Konkrete Angaben zu taktischen Maßnahmen oder zur Zahl der eingesetzten Kräfte macht die Polizei jedoch nicht.
Zusätzliche Herausforderungen für die Einsatzkräfte bringt das parallel stattfindende Fußballspiel zwischen Rot-Weiß Essen und Dynamo Dresden. Die Fanszene von Dynamo Dresden ist wiederholt durch gewaltsame Auseinandersetzungen aufgefallen, darunter auch mutmaßlich rechtsextreme Anhänger.
Eine direkte Verbindung zwischen der Kundgebung und dem Fußballspiel sieht die Polizei jedoch nicht. „Die Polizei Essen bereitet sich aktuell intensiv auf die Einsatzlagen vor und steht im engen Austausch mit den Vereinen und anderen Sicherheitspartnern bzw. den Versammlungsanmeldern“, teilte die Behörde mit.
Stadt stellt sich auf angespannten Samstag ein
Mit mehreren Demonstrationen und einem brisanten Fußballspiel steht Essen vor einem herausfordernden Wochenende. Die Polizei wird mit einem Großaufgebot vor Ort sein, um mögliche Ausschreitungen zu verhindern.