Auf der A535 hat sich am Freitagabend ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, der eine stundenlange Sperrung der Fahrtrichtung Velbert zur Folge hatte. Auslöser war ein 86-jähriger Geisterfahrer, der lebensgefährlich verletzt wurde.

Nach Angaben der Polizei war der Senior rund vier bis fünf Minuten mit geringer Geschwindigkeit auf der falschen Fahrspur unterwegs, bevor er mit dem Auto eines 61-Jährigen kollidierte. Der Fahrer des zweiten Wagens erlitt leichte Verletzungen. Ein drittes Auto wurde durch herumfliegende Trümmerteile beschädigt, sein Fahrer blieb unverletzt.

Während der Bergungsarbeiten und der Spurensicherung blieb die Autobahn zwischen Wülfrath und Tönisheide stundenlang komplett gesperrt. Erst in der Nacht zum Samstag konnte der Abschnitt wieder freigegeben werden. Warum der 86-Jährige auf die falsche Spur geriet, ist weiterhin unklar.

Nach ersten Erkenntnissen war der Mann gegen 19:30 Uhr mit einem roten Kleinwagen entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs – statt Richtung Essen fuhr er Richtung Wuppertal. Auf Höhe der Anschlussstelle Wülfrath kam es zum Frontalzusammenstoß mit einem Ford. Beide Fahrer wurden schwer verletzt, beim Falschfahrer ist Lebensgefahr nicht auszuschließen.

Der 86-Jährige war in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Beide Verletzten wurden zunächst vor Ort notfallmedizinisch versorgt und anschließend in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die beteiligten Fahrzeuge wurden sichergestellt und abgeschleppt. Ein spezialisiertes Unfallaufnahmeteam dokumentierte die Spuren am Unfallort.

Wie hoch der Sachschaden ist, steht bislang nicht fest. Auch der genaue Punkt, an dem der Geisterfahrer auf die A535 auffuhr, ist noch ungeklärt. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise geben können, sich zu melden. Während der Sperrung wurde der Verkehr weiträumig umgeleitet.

Von Matthi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert