Drei Tage Ausnahmezustand, internationale Top Acts, spektakuläre Shows und eine friedliche Stimmung: Mit einer eindrucksvollen Closing Ceremony ist das Parookaville-Festival 2026 am Sonntagabend auf dem Airport Weeze zu Ende gegangen. Insgesamt 225.000 Besucher feierten nach Angaben des Veranstalters in der „City of Dreams“. Rund 300 Künstler standen auf mehr als 13 Bühnen. Bereits die Campsite war mit 45.000 Campern komplett ausverkauft und sorgte schon ab Mittwoch für Festivalatmosphäre.
Der eigentliche Festivalauftakt am Freitag zeigte sich zunächst von seiner besten Seite. Bei sommerlichem Wetter strömten zehntausende Besucher auf das Gelände und sorgten schon am Nachmittag für eine ausgelassene Atmosphäre. Im Mittelpunkt stand die neue Mainstage, die in diesem Jahr als aufwendig gestaltete Unterwasserwelt inszeniert wurde. Riesige Korallen, Meeresbewohner und spektakuläre LED Elemente bildeten die Kulisse für die größten Acts des Wochenendes. Musikalisch ließ der erste Festivaltag kaum Wünsche offen. Armin van Buuren, Charlotte de Witte, Axwell, Felix Jaehn und Don Diablo gehörten zu den Publikumsmagneten auf der Mainstage. Gleichzeitig herrschte auch auf den weiteren Bühnen reger Betrieb. In der Bill’s Factory sorgten bekannte deutsche DJs für einen stimmungsvollen Auftakt, während auf der Brainwash Stage mit Künstlern wie Vicky Leandros und Kasalla bewusst musikalische Kontraste zur elektronischen Musik gesetzt wurden. Neben den tausenden Festivalgästen mischte sich am Freitag auch politische Prominenz unter die Besucher. NRW Ministerpräsident Hendrik Wüst besuchte das Festival und wurde von Parookaville Mitgründer Bernd Dicks über das Gelände geführt. Wüst sprach mit Besuchern, informierte sich über das Sicherheitskonzept und zeigte sich beeindruckt von der Dimension des Festivals. Bereits während seines Rundgangs betonte er die friedliche Atmosphäre und das Zusammenspiel der zahlreichen Einsatzkräfte.
Am Samstag zeigte sich das Wetter zwar deutlich grauer als noch am Vortag, die Stimmung auf dem Gelände blieb davon jedoch nahezu unberührt. Tausende Besucher feierten bis tief in die Nacht vor den Bühnen und sorgten trotz der dichten Wolken für ausgelassene Festivalstimmung. Besonders die internationalen Künstler bezogen das Publikum immer wieder aktiv mit ein. Axwell, W&W und The Chainsmokers sorgten für lautstarken Jubel. Einer der emotionalsten Momente des Wochenendes gelang Timmy Trumpet. Der Australier spielte „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen im Original und schwenkte dabei eine Deutschlandfahne. Die Besucher sangen den Song lautstark mit und verwandelten die Mainstage in einen riesigen Chor. Unmittelbar danach folgte die traditionelle Parookaville Ceremony. Feuerwerk, Flammen, Pyrotechnik und aufwendige Lichtinstallationen verwandelten den Himmel über Weeze in ein buntes Farbenmeer. Der Schriftzug „Parookaville – Pure Joy and Happiness“ erschien über der Mainstage und bildete einen der emotionalsten Momente des gesamten Wochenendes. Auch am Samstag erhielt das Festival politischen Besuch. NRW Innenminister Herbert Reul verschaffte sich bei einem Rundgang einen Eindruck vom Gelände und blickte dabei auch hinter die Kulissen. Der Minister nutzte die Gelegenheit, um mit zahlreichen Festivalgästen ins Gespräch zu kommen, Erinnerungsfotos zu machen und sich mit Einsatzkräften sowie den Organisatoren auszutauschen. Zwischendurch blieb sogar Zeit für ein Stück Pizza gemeinsam mit den Besuchern.
Abseits der Bühnen bot Parookaville auch in diesem Jahr zahlreiche Attraktionen. Besonders beliebt war erneut das 60 Meter hohe Bungee Jumping, bei dem täglich mehr als 200 Besucher den Sprung in die Tiefe wagten. Erstmals gab es außerdem einen Friseur auf dem Festivalgelände. Zum Angebot gehörten Herrenhaarschnitte, Styling sowie Make up und Glitzer für den perfekten Festival Look. In der Festivalkirche wurde bereits zum zehnten Mal ein Paar getraut. Jaqueline und Max aus Solingen gaben sich dort während des Festivals das Ja Wort. Nicht ganz ohne Zwischenfall verlief das Wochenende für DJane Charleen Herzig. Die Künstlerin machte öffentlich, während eines Interviews auf dem Festivalgelände von einem Besucher sexistisch beleidigt worden zu sein. Der Vorfall sorgte in den sozialen Medien für Diskussionen. Nach Angaben der DJane entschuldigte sich der Mann später bei ihr.
Am Sonntag stand schließlich der Abschluss des Festivals im Mittelpunkt. DJ Ötzi, Mia Julia und Scooter verwandelten die Bill’s Factory in eine große Partybühne, während auf der Mainstage Steve Aoki, Hardwell und Fisher mit harten Beats den Schlusspunkt unter das Wochenende setzten. Die Closing Ceremony mit Feuerwerk und Pyrotechnik bildete den emotionalen Abschluss der elften Parookaville Ausgabe. Mit dem Festival zeigte sich Mitgründer Bernd Dicks sehr zufrieden. Trotz des vergleichsweise späten Ausverkaufs zog er eine durchweg positive Bilanz. Nach seinen Angaben verlief das Wochenende äußerst friedlich. Auch die Polizei sprach von weniger Vorfällen als bei vergleichbaren Großveranstaltungen. Gleichzeitig kündigte Dicks für das kommende Jahr ein neues „Young Ticket“ an. Damit sollen Besucher zwischen 18 und 25 Jahren ein rund 80 Euro günstigeres Ticket erwerben können.
Noch bevor die letzten Besucher das Festivalgelände verließen, richtete sich der Blick bereits auf das kommende Jahr. Während der Closing Ceremony wurden mit BUNT, Steve Aoki, Lost Frequencies und Don Diablo die ersten Headliner für Parookaville 2027 bekannt gegeben. Damit dürfte die Vorfreude auf die nächste Ausgabe der „City of Dreams“ bereits begonnen haben.










































